Trennung und Scheidung von einem Narzissten mit Kindern

Die Wahrheit, die niemand ausspricht.

„Ich verstehe nicht, wie mir das passieren konnte.“

Dieser Satz kommt nicht von zerbrechlichen, unsicheren Frauen.

Er kommt von starken Frauen.

Frauen mit Ressourcen, mit Durchsetzungsvermögen, mit dem Willen, Dinge zu lösen.

Und genau das ist das Problem.

Denn, wenn Frauen wie diese in einer narzisstischen Beziehung stecken und Kinder da sind, dann tun sie das, was sie immer getan haben:

  • Sie kämpfen.
  • Sie recherchieren.
  • Sie suchen Familienanwälte,
  • schalten das Jugendamt ein,
  • gehen vor Gericht. 

Und wundern sich, warum nichts davon die Situation wirklich verändert.

Dieser Artikel gibt Ihnen die Antwort darauf, warum das so ist – und sie ist unbequem.

Aber sie enthält auch die größte Chance, die Sie und Ihre Kinder in dieser Situation haben.

Warum starke Frauen im Kampf gegen einen narzisstischen Ex-Partner mit klassischen Mitteln scheitern – und welche unbequeme Wahrheit ihnen wirklich weiterhilft.
Warum starke Frauen im Kampf gegen einen narzisstischen Ex-Partner mit klassischen Mitteln scheitern – und welche unbequeme Wahrheit ihnen wirklich weiterhilft.

Zur Hilfe und besseren Orientierung bieten wir ein Webinar an: “Umgang mit einem narzisstischen Kindesvater”.

Inhalt:

Eine Trennung von einem narzisstischen Kindesvater ist extrem belastend. Geht es zum Familiengericht, wird es heikel, da der Narzisst die Verfahrensbeteiligten manipuliert – inklusive der Kinder.

Im Webinar sprechen wir über die Taktiken von Narzissten nach einer Trennung und dem richtigen Umgang mit diesem. Sowie vor allem darüber, wie Sie sich und Ihr Kind bestmöglich schützen können.

1. Die Wahrheit: Kein Gericht und kein Jugendamt lösen dieses Problem

Lassen Sie uns direkt sein.

Das Familiengericht kann Umgangszeiten und Ferien regeln. Es kann einen Beschluss fassen, und über die elterliche Sorge entscheiden.

Aber es kann dem Narzissten keine Empathie einpflanzen.

Es kann ihn nicht davon abhalten, die Kinder weiter in seinen Konflikt mit Ihnen hineinzuziehen – nach der Verhandlung, zwischen den Terminen, bei jeder Übergabe.

Und in vielen Fällen verschafft ein Gerichtsbeschluss dem narzisstischen Kindesvater sogar mehr formale Rechte – und damit mehr strukturierten Zugang zu Ihnen und Ihren Kindern.

Das Jugendamt?

Es ist auf Kooperation ausgerichtet, auf Deeskalation, auf das Wohl der Kinder durch ausreichend Kontakt zu beiden Elternteilen.

Es wurde nicht für narzisstische Persönlichkeitsstrukturen konzipiert – darum erkennen viele Fachkräfte diese Dynamik in der Praxis nicht.

Selbst dann nicht, wenn offensichtliche Beweise vorliegen.

Kein Gericht und kein Jugendamt der Welt löst dieses Problem: Die einzige Person, die das kann, sind Sie selbst – durch das, was Sie Ihren Kindern vorleben.

Das ist keine Resignation.

Sondern es ist klar und direkt, auch wenn es unbefriedigend ist.

Und es ist der Startpunkt für den einzigen Weg, der wirklich funktioniert.

2. Wie schütze ich mein Kind vor dem narzisstischen Vater

Die Kinder sind mittendrin – der Ausweg führt über Sie.

Ihre Kinder erleben täglich, was es bedeutet, zwischen zwei Welten zu stehen.

  • Auf der einen Seite: ein narzisstischer Elternteil, der sie manipuliert, ihnen Dinge erzählt, die sie nicht tragen können, der aus ihnen Verbündete oder Boten macht.
  • Auf der anderen Seite: Sie – erschöpft, kämpfend, im Dauermodus.

Kinder verinnerlichen nicht, was wir ihnen sagen. Sie verinnerlichen, was sie sehen und erleben.

Und wenn das Modell, das sie sehen, eine Mutter ist, die im reaktiven Kampf gegen den Narzissten feststeckt – dann ist das das Beziehungsmuster, das sich in ihnen einschreibt.

Forschungen zur intergenerationalen Weitergabe von Beziehungsmustern sind eindeutig: Kinder, die in Systemen aufwachsen, die von narzisstischer Dynamik geprägt sind, tragen als Erwachsene ein signifikant erhöhtes Risiko, selbst wieder in narzisstische Beziehungen zu geraten – als Betroffene oder als Täter.

Die Dynamik überträgt sich.

Und das nicht durch Worte. Sondern durch das gelebte Vorbild.

Der beste Schutz, den Sie Ihren Kindern geben können, ist nicht der Gerichtsbeschluss. Es ist die emotional und persönlich geklärte Mutter, die ihnen vorlebt: So sieht eine Grenze aus. So sieht Selbstrespekt aus. So erkennt man einen Menschen, dem man sich besser nicht anvertraut.

3. Warum gerade starke Frauen – und wo die eigentliche Ressource liegt

Studien und klinische Erfahrung zeigen übereinstimmend: Frauen, die in narzisstische Beziehungen geraten, weisen häufig kein klassisches Co-Abhängigkeits-Profil auf.

Eine Dissertation der University of Missouri (Roberts, 2021) fand, dass Betroffene überdurchschnittlich hohe Empathie und ausgeprägt altruistische Persönlichkeitsmerkmale zeigten – keine Schwäche, sondern Substanz, die Narzissten gezielt anzieht.

Sie sind leistungsstark, selbstständig, handlungsfähig – und genau deshalb wurden sie zur Zielscheibe.

Narzissten suchen keine schwachen Partnerinnen. Sie suchen Frauen mit Substanz:

  • Empathie zum Ausbeuten,
  • Leistung zum Vorzeigen,
  • Resilienz zum Zermürben.

Das ist die eine Seite. Die negative.

Doch die entscheidende ist die andere. Die positive.

Diese Frauen haben alle Ressourcen, die es braucht, um aus dieser Situation nicht nur herauszukommen, sondern sogar daran zu wachsen.

Ressourcen an Intelligenz, an Handlungsfähigkeit, an emotionaler Kapazität.

Sie wurden bisher nur in die falsche Richtung investiert – in den Versuch, den Narzissten zu verändern, das System zu überzeugen, die Situation zu kontrollieren.

Starke Frauen wurden nicht trotz ihrer Stärke Opfer – sondern wegen ihr. Genau diese Stärke ist jetzt, richtig eingesetzt, der Weg heraus. Nicht für den Kampf gegen den Narzissten – sondern für die Arbeit an sich selbst.
Starke Frauen wurden nicht trotz ihrer Stärke Opfer – sondern wegen ihr. Genau diese Stärke ist jetzt, richtig eingesetzt, der Weg heraus. Nicht für den Kampf gegen den Narzissten – sondern für die Arbeit an sich selbst.

Zur Hilfe und besseren Orientierung können wir Ihnen ein Webinar anbieten: “Umgang mit einem narzisstischen Kindesvater”.

4. Wie verhält sich ein Narzisst bei Trennung mit Kind?

Persönlichkeitsentwicklung statt Kampf: Die eigentliche Aufgabe.

Nach der Trennung geht der Kampfmodus oft weiter – nur auf einem anderen Spielfeld. Jetzt eben über Gericht, Jugendamt, in der Trennungs- und Scheidungsberatung sowie bei jedem einzelnen Umgangstermin.

Die Energie fließt dabei weiterhin in Richtung des Narzissten.

Das ist verständlich. Doch es kostet Jahre.

Die eigentliche Frage sollte nicht lauten: „Was macht der Narzisst?“

Sondern:

  • „Welche Muster in mir haben dazu beigetragen, dass ich in diese Beziehung geraten bin – und geblieben bin?“
  • „Wo habe ich gelernt, meine eigenen Grenzen zu ignorieren, mich zu ignorieren?“
  • „Was hält mich jetzt noch im reaktiven Modus gegenüber einem Menschen, von dem ich mich längst getrennt habe?“

Das ist kein Vorwurf. Es ist eine Einladung.

Die Einladung an sich selbst zu arbeiten, anstatt mit dem Narzissten zu kämpfen.

Frauen, die diese Arbeit machen, berichten Erstaunliches: nicht nur persönliche Erleichterung – sondern, dass sich auch der Konflikt mit dem Narzissten verändert.

Nicht weil er sich verändert hat, sondern weil sie aufgehört haben, das Spielfeld zu betreten, das er bestimmt.

Und das irritiert Narzissten zutiefst.

Persönlichkeitsentwicklung ist keine Selbstoptimierung: Es ist das Zurückerobern von sich selbst – und der einzige wirksame Schutz für sich und für die Kinder.

5. Was Sie bei der Trennung von einem Narzissten mit Kindern praktisch erwartet: Die häufigsten Taktiken

Das Vorhergesagte bedeutet nicht, dass der praktische Alltag egal ist. Wer die narzisstische Dynamik kennt, kann sich besser schützen – und Energie dort einsparen, wo Aktion oder Reaktion sinnlos sind.

Keine saubere Trennung

Narzissten akzeptieren das Ende der Beziehung nicht. Die Trennung wird zum neuen Kampffeld – mit Ihnen, mit dem Jugendamt, mit dem Familiengericht. Kränkungen werden nicht verarbeitet, sie werden vergolten.

Die Kinder als Hebel

Verspätete Rückgaben, kurzfristige Absagen, Informationsverweigerung – das ist System, kein Versehen. Das Umgangsrecht wird nicht primär für die Kinder genutzt, sondern um Kontrolle über Sie zu behalten.

Schlechtmachen und emotionale Überforderung der Kinder

„Mama will nicht, dass wir uns sehen.“ oder auch „Papa bezahlt, weil Mama nicht arbeiten will.“ Kinder werden mit Inhalten belastet, die sie nicht tragen können.

Die Folgen: Aggression gegen den nicht-narzisstischen Elternteil, Rückzug, regressives Verhalten, in schweren Fällen selbstverletzendes Verhalten.

Für viele Fachkräfte sind das Zeichen eines Loyalitätskonflikts. Für uns ist es das direkte Ergebnis narzisstischer Manipulation.

Der Narzisst vor Gericht

Vor Gericht wirken Narzissten charmant, kontrolliert, kooperativ. Betroffene Mütter wirken erschöpft und emotional.

Genau darauf setzt der Narzisst: Er provoziert, bis Sie reagieren – und präsentiert diese Reaktion als Beweis Ihrer Unzuverlässigkeit.

Hier nachlesen: Wie Sie einen Narzissten vor Gericht entlarven.

6. Wie trennt man sich von einem Narzissten mit Kindern? 6 Tipps, die wirklich helfen.

Diese Tipps sind kein Ersatz für die persönliche Arbeit an sich selbst – aber sie schaffen den Schutzraum, in dem diese Arbeit möglich wird.

1. Kommunikation radikal reduzieren

Die Kommunikation mit einem Narzissten sollte ausschließlich schriftlich erfolgen: Per Nachrichten, E-Mail oder Co-Parenting-App wie „Getrennt – Gemeinsam“.

Kurz, sachlich, nur zum Wesentlichen, wie beispielsweise mit der Grey-Rock-Methode. Jede emotionale Reaktion ist Futter für den Narzissten.

Keine Anrufe, keine Gespräche an der Haustür, außer in Anwesenheit von Fachkräften. 

2. Alles dokumentieren

Protokoll mit Datum, Uhrzeit, Vorfall, Zeugen. Verspätete Übergaben, Absagen, belastende Aussagen der Kinder. Screenshots sichern. Diese Dokumentation schützt Sie spätestens in familiengerichtlichen Gutachten.

3. Verhalten beschreiben – nie Persönlichkeit

„Er hat das Kind dreimal nicht rechtzeitig zurückgebracht.“ wirkt glaubwürdiger und überzeugender als „Er ist ein Narzisst.“. Gerichte können keine Persönlichkeitsstörungen feststellen – aber sie können Verhaltensmuster bewerten.

Klären Sie vorab mit Ihrem Anwalt oder einem unserer Coaches, welche Strategie trägt.

4. Rechtliche Begleitung frühzeitig holen

Idealerweise durch einen Anwalt mit Erfahrung mit Narzissmus und narzisstischen Hochkonfliktsituationen. Warten Sie nicht, bis die Lage eskaliert. Und rechnen Sie vor allem damit, dass das Verfahren länger dauert als erwartet – rechtlich, finanziell und emotional.

5. Stabilität für die Kinder schaffen

Struktur, Zuverlässigkeit und emotionale Sicherheit in Ihrem Haushalt – das ist das Einzige, das Sie vollständig kontrollieren können. Und es ist das Wichtigste überhaupt. Kinder brauchen keine perfekte Mutter. Sie brauchen eine verlässliche.

6. In sich selbst investieren – jetzt, nicht später

Sich Hilfe durch traumainformierte Therapie oder Coaching zu holen ist keine Schwäche. Es ist die Investition mit dem höchsten Return: für Ihre Handlungsfähigkeit, für Ihre Stabilität, für Ihre Kinder.

Wer an sich arbeitet, bietet dem Narzissten immer weniger Angriffsfläche – und ist als Vorbild für das Kind immer präsenter.

7. Trennung von Narzissten mit Kindern verarbeiten

Sie sind nicht schuld – aber Sie sind die Lösung.

Die narzisstische Beziehung hat Ihre Stärken gegen Sie verwendet. Jetzt ist es Zeit, sie für sich einzusetzen – sowie für Ihre Kinder.

Kein Gericht, kein Gutachter und kein Jugendamt kann Ihren Kindern beibringen, wie man einen Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur erkennt und sich schützt.

Das können nur Sie, durch das, was Sie täglich vorleben:

  • Grenzen.
  • Selbstrespekt.
  • Würde.
  • Die Fähigkeit, sich zu erholen und weiterzumachen.

Wenn Ihre Kinder das sehen – nicht perfekt, aber ehrlich und an der Herausforderung wachsend – dann lernen sie das Wichtigste: dass man nicht aushalten muss, inakzeptables Verhalten nicht akzeptieren muss.

Selbst dann nicht, wenn es aus der eigenen Familie kommt.

Dass man sich schützen darf und kann.

Dass das Leben nach einer narzisstischen Beziehung nicht nur möglich, sondern vor allem besser ist.

Ihre Stärke wurde gegen Sie verwendet. Jetzt ist es Zeit, sie für sich zu nutzen. Und damit für Ihre Kinder.

Auf unserer Webseite Umgang und Sorgerecht finden Sie weitere Ratgeber, Webinare und Beratungsangebote – für alle Phasen dieser Herausforderung.

Hilfe, die wirklich hilft:

Coaching

Individuelles Strategiecoaching – weitere Infos und Terminreservierung finden Sie unter dem Menüpunkt „Neue Coaching-Anfrage“.

Wir arbeiten gern mit Ihrem Anwalt für Familienrecht zusammen!

Häufige Fragen: Von Narzissten trennen mit Kindern - Erfahrungen

Ja, die Trennung von einem Narzissten kann gefährlich sein. Der Kontrollverlust und die Kränkung ihres Egos lösen oft extreme Reaktionen aus. Die Palette reicht von psychischem Terror wie Gaslighting bei Trennung über Stalking und Rufmord bis hin zu physischer Gewalt.

Wenn ein Narzisst verlassen wird, trifft dies sein Ego schwer, da er die Kontrolle verliert. Typische Reaktionen sind Verleugnung (er tut, als wäre nichts passiert), Wut und Schuldzuweisungen, Rufmord im sozialen Umfeld oder Liebesbomben (sogenanntes Hoovering), um den Partner zurückzugewinnen.

Ja, denn die Entscheidung für die Scheidung von einem Narzissten ist oft der einzige Weg zur psychischen Gesundheit. Da Narzissten jedoch extreme Probleme mit dem Kontrollverlust haben, kann der Trennungsprozess durch Manipulationen, finanzielle Verzögerungen oder Sorgerechtsstreitigkeiten sehr kräftezehrend werden. Eine gründliche Vorbereitung – sowohl emotional, als auch finanziell sowie hinsichtlich der Vorgehensweise - ist deshalb unerlässlich.

Ja, denn eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist kein rechtlicher Ausschlussgrund. Das Familiengericht bewertet während dem Verfahren konkretes Verhalten gegenüber dem Kind – nicht die Persönlichkeitsstruktur.

Nein, in der Regel nicht. Der Narzisst hält sich formal an Beschlüsse – unterhöhlt sie aber auf anderen Wegen. Was sich verändern kann, ist Ihre Reaktion darauf. Je weniger emotionale Angriffsfläche Sie bieten, desto weniger Wirkung entfaltet sein Verhalten.

Narzissten betrachten ihre Kinder oft nicht als eigenständige Individuen, sondern als Erweiterung ihrer selbst. Zuwendung wird an Bedingungen geknüpft und dient der eigenen Bestätigung. Eigene Bedürfnisse der Kinder werden ignoriert, während Instrumentalisierung, Manipulation und emotionale Erpressung an der Tagesordnung stehen. Das emotionale Wohl des Kindes wird systematisch dem elterlichen Ego untergeordnet, was schwere psychische Folgen haben kann.

Ein Narzisst vermisst seine Kinder in der Regel nicht auf eine emotionale, empathische Weise, sondern trauert eher der Funktion nach, die das Kind für ihn erfüllt hat. Kinder werden oft als Erweiterung der eigenen Person, Statussymbol oder Quelle von Bestätigung und Aufmerksamkeit betrachtet.

Dokumentieren – ohne die Kinder zu befragen oder unter Druck zu setzen. Systematisches Schlechtmachen ist in der Bewertung der Erziehungsfähigkeit relevant. Ein Verfahrensbeistand kann die Perspektive des Kindes objektiv darstellen. Aber Vorsicht: Etliche Fachkräfte priorisieren „Frieden“ zwischen den Eltern über Kinderschutz bzw. setzen diese beiden Elemente gleich. „Wenn Sie sich mit dem Vater vertragen, geht’s dem Kind besser.” - doch das stimmt in narzisstischen Dynamiken leider nicht. 

Das ist rechtlich riskant. Eine eigenmächtige Umgangsverweigerung kann als mangelnde Kooperationsbereitschaft gewertet werden – selbst wenn Ihre Sorge berechtigt ist. Holen Sie sofort anwaltliche Unterstützung und lassen Sie sich durch einen Coach beraten.

Kontakt zwischen Kind und Elternteil unter Aufsicht einer neutralen Fachkraft. Das Familiengericht kann ihn anordnen, wenn unbegleiteter Umgang das Kindeswohl gefährdet. In hochkonflikthaften Trennungssituationen kann er eine wichtige Schutzmaßnahme darstellen, wird aber selten angeordnet.

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Anna Maron

Hallo!

Mein Name ist Anna Maron. Ich war einmal selbst in einer Situation wie Sie, bevor mein Kind und ich durch Coaching den erfolgreichen Weg heraus fanden. Heute begleite ich bei UMGANG UND SORGERECHT Mütter in familienrechtlichen Auseinandersetzungen, im Umgang mit den involvierten Fachkräften, dem Vater sowie bei Gutachten.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell man in eine Situation geraten kann, die man zuvor für unmöglich gehalten hätte – und wie wenig gute Absichten allein helfen, wenn ein Konflikt eine Dynamik entwickelt, die man noch nicht versteht.

Weil mein Kind noch minderjährig ist, gibt es von mir hier nur ein Stellvertreterinnen-Foto.

Zu schön, um wahr zu sein

Am Anfang wirkte meine Beziehung fast zu gut, um wahr zu sein. Der Vater meines Kindes war charmant, romantisch und sehr entschieden, was unsere gemeinsame Zukunft betraf. Als erste Situationen auftauchten, die mich irritierten, suchte ich die Ursache zunächst bei mir. Ich erklärte sein Verhalten mit Stress, nahm Rücksicht und fragte mich immer häufiger, ob ich vielleicht zu empfindlich reagierte.

Mit der Zeit wurde aus einzelnen Grenzüberschreitungen ein Wechselspiel aus Nähe, Abwertung sowie psychischer und körperlicher Gewalt. Gleichzeitig war ich durch die Mitarbeit in seiner Firma finanziell von ihm abhängig geworden. Erst nach einem gewalttätigen Vorfall im Urlaub war für mich endgültig klar: Ich wollte diese Beziehung verlassen. 

Kurz darauf erfuhr ich, dass ich schwanger war.

Von diesem Moment an stand für mich eine andere Frage im Mittelpunkt: Was ist das Beste für unser Kind? Ich wollte glauben, dass wir es mit Vernunft und Verantwortungsgefühl zumindest schaffen könnten, gute getrennte Eltern zu sein. Rückblickend war das eine meiner ersten falschen Erwartungen. 

Nach der Geburt

Nach der Geburt war der Vater über längere Strecken kaum verlässlich präsent. Finanzielle Unsicherheit, ausbleibende Unterlagen und immer neue Verzögerungen blieben dagegen eine ständige Belastung. Trotzdem bot ich ihm regelmäßig Kontakt zu unserem Kind an.

Dann hörte ich etwa ein halbes Jahr nichts von ihm. Schließlich kam Post vom Familiengericht: Er beantragte das gemeinsame Sorgerecht und eine gerichtliche Umgangsregelung – und behauptete gleichzeitig, ich würde den Kontakt zwischen ihm und unserem Kind verhindern.

Ich war fassungslos. Vor allem wusste ich nicht, wie ich beweisen sollte, was tatsächlich geschehen war. Mein Wort stand gegen seines. 

Damit begann eine familienrechtliche Auseinandersetzung, die sich über 13 Jahre erstreckte: annähernd 30 Verfahren, welche zu 90% vom Vater initiiert waren, und insgesamt drei familienpsychologische Begutachtungen. Unser Kind erlebte begleitete und unbegleitete Umgänge, längere Unterbrechungen, immer neue Anträge und wiederholt eine Flut an Gesprächen mit unterschiedlichen Fachkräften.  Obwohl der Vater den Umgang nie regelmäßig wahrnahm und in jeglicher Hinsicht immer unzuverlässig blieb, übte er massiven Druck aus und drängte auf immer mehr Rechte. Mein Kind erlebte neben dem Druck zunehmend Grenzüberschreitungen, psychische und schließlich auch körperliche Gewalt beim Vater. Mit zunehmendem Alter lehnte es den Umgang aus eigenen Gründen immer deutlicher ab und verweigerte dem Umgang. Schließlich stellten das Familiengericht in 1. und 2. Instanz fest, dass sein Wille eigenständig war; der Umgang wurde ausgeschlossen. Bis dahin war es ein langer Weg.

Was ich gelernt habe

Zu Beginn glaubte ich, ich müsse Jugendamt, Gericht und Anwalt nur ehrlich und vollständig erklären, was geschehen war. Wenn alle Fakten bekannt wären, so meine Vorstellung, würde man schon erkennen, was für das Kind richtig ist.

So einfach ist es nicht.

Ich musste lernen, dass Wahrheit allein keine Strategie ist. Es kommt auch darauf an, was belegbar ist, welche Informationen im jeweiligen Zusammenhang relevant sind und wie Aussagen und Verhalten von den Beteiligten eingeordnet werden – also auf die Wahr-Nehmung der Situation durch die Verfahrensbeteiligten.

Durch professionelles Coaching lernte ich, mich gezielt auf Schriftsätze, Begutachtungen und Gerichtstermine vorzubereiten, Zusammenhänge besser zu erkennen und mich von neuen Vorwürfen oder überraschenden Wendungen nicht jedes Mal aus der Bahn werfen zu lassen. 

Ebenso wichtig war eine andere Veränderung: Ich hörte auf, meine Kraft darauf zu verwenden, das Verhalten des Vaters verstehen oder auf jede neue Aktion unmittelbar reagieren zu wollen. Stattdessen stellte ich mir immer häufiger eine andere Frage: Was kann ich jetzt konkret tun, damit der Schaden für mein Kind möglichst gering bleibt?

Ich wünschte, ich hätte mir die Unterstützung über das Coaching sehr viel früher geholt. Sie hätte nicht jedes Problem verhindert. Aber sie hätte mir geholfen, früher noch deutlich klarer, ruhiger und zielgerichteter zu handeln. Und hätte meinem Kind und mir damit sicherlich auch einige Umwege erspart.

Was ich heute weitergebe

Heute begleite ich betroffene Mütter im individuellen Coaching – vor, während und zwischen familienrechtlichen Verfahren sowie im Zusammenhang mit familienpsychologischen Begutachtungen. Dabei verbinde ich meine eigenen Erfahrungen aus vielen Jahren familienrechtlicher Auseinandersetzungen mit  psychologischen Fachkenntnissen die ich mitbringe – und dem strategischen Wissen, das ich mir selbst durch Coaching und intensive Auseinandersetzung mit diesen vielen Verfahren erarbeitet habe. 

Jeder Fall ist anders. Bestimmte Dynamiken, Fehler und falsche Erwartungen begegnen einem jedoch immer wieder. Und die Entwicklungen, welche wir Mütter nach solchen Trennungen und innerhalb der familienrechtlichen Verfahren durchlaufen, weisen Gemeinsamkeiten auf. Ich unterstütze Mütter dabei, ihre Situation früher klarer zu erfassen, Verfahrensdynamiken besser zu verstehen, sich bewusst und strategisch zu positionieren und trotz aller Belastungen den Blick darauf zu richten, was für ihr Kind und sie selbst tatsächlich hilfreich ist. Wo es sinnvoll ist, kann diese Begleitung auch mit dem juristischen Beistand abgestimmt werden. 

Mein wichtigster Rat an Sie ist: Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung. Warten Sie nicht darauf, dass sich alles von selbst richtig einordnet und sich Ihre Situation gerichtlich zuspitzt. Gute Vorbereitung garantiert zwar nicht umgehend das gewünschte Ergebnis – aber sie macht einen entscheidenden Unterschied in den meist langwierigen Verfahren, in denen Sie für Ihre Anliegen häufig einen langen Atem und ein entsprechend strategisches Vorgehen brauchen, um ans Ziel zu kommen. Ich freue mich darauf, Sie dabei zu unterstützen!